06.02.2012, 02:47 Uhr

Posts Tagged ‘Volksparkstadion’

Bamberg im Rennen mit Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Oberstdorf

Mittwoch, 28. Juli 2010

Seit dem gestrigen Finanzsenat ist klar: Bamberg möchte sich auch bereit erklären, den Münchnern als Filialstadt bei der Bewerbung zu den Olympischen Spielen 2018 zur Seite zu stehen. Dank Einsparung bei der Kindertagesstättenförderung von 365.000 Euro und nur 350.000 Euro ungeplanter Mehrausgaben bei der Konzert- und Kongresshalle hätte man bereits in diesem Jahr einen Gewinn von 15.000 Euro erwirtschaften können, der Klimmzüge dieser Art problemlos möglich machen würde. Die Domstadt sei nicht erst seit dem Januar als Winterstadt bekannt, teilte man aus dem Rathaus mit, und so wolle man sich noch in dieser Woche mit den Altbayern aus München in Verbindung setzen. Parteipolitische Probleme zwischen den beiden Oberbürgermeistern gelten ohnehin als unwahrscheinlich.

Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung wurden auch einige Details diskutiert, mit deren Organisation entweder das Stadtmarketing oder Sportmanagementspezialist Jan Vetter beauftragt werden soll:

  • Als Eislauffläche wird der Schönleinsplatz genutzt. Einmalig, so ist sich die Stadtspitze einig, wäre das Reiterdenkmal, das in dessen Mitte stehen bleibt.
  • Für Abfahrten und Slaloms soll der steile Stephansberg genutzt werden.
  • Als Eisschnelllaufbahn könnte der Münchner Ring für ein paar Tage gesperrt werden.
  • Um das Volksparkstadion auch überhaupt einmal zu nutzen, könnten dort die Eishockeyspiele stattfinden.
  • Als olympisches Dorf soll das Gelände der US-Kaserne genutzt werden. Was? – Da leben noch Soldaten? – Keine Sorge. 2018 nicht mehr.
  • Auf dem Maxplatz könnten die Curlingwettbewerbe ausgetragen werden. Im nahegelegenen Rathaus sei man Langatmiges und Rumgeplärre ja gewohnt. Und irgendwie passt es ja auch zum Maxplatz.
  • Nur in der Jako-/Stechert-/Stadt Bamberg-Arena kann leider nichts stattfinden. Sie entspricht wieder einmal irgendwelchen Auflagen nicht.

Wie der Finanzsenat gestern auch feststellte, kann die Stadt sogar Gewinn bei der Durchführung der Winterspiele erzielen. Wenn man, wie im vergangenen Winter, einfach auf das Schneeräumen und Streuen von Salz verzichten könnte, würde man jährlich bis zu 400.000 Euro sparen. Und weil man üben muss, um sich 2018 nicht zu blamieren, fängt man bereits jetzt damit an…. Das macht 8 x 400.000 Euro, also 3,2 Millionen Euro. Damit lässt sich doch locker fast noch ein Glasfoyer vor das Glasfoyer bauen.

Aber natürlich gab es auch gestern kritische Stimmen aus verschiedenen Fraktionen zum Thema Olympiabewerbung: Wenn Bamberg etwas mit der Durchführung 2018 zu tun haben sollte, müsste man bereits jetzt darüber nachdenken, die Spiele auf 2028 zu verlegen, damit alles rechtzeitig fertig wird.

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Flutlichtmasten da! – Und nun?

Freitag, 16. Juli 2010

Endlich sind sie angekommen, die sündhaft teuren Flutlichtmasten für das Volksparkstadion. Jetzt könnte man endlich jeden einzelnen Pickel der Fußballspieler des 1. FC Eintracht Bamberg aus weiter Ferne betrachten, wenn es da nicht das Problem gäbe, dass es die Konkurs-Mannschaft überhaupt nicht mehr gibt. Jetzt steht man also ratlos vor den auf dem Rasen liegenden Stahltürmen. Wieder zurück geben will man sie aber scheinbar auch nicht. Was also machen mit 120 000 Watt?

  • Konzerte mit Mega-Stars auf dem Gelände anbieten, geht nicht, so Wolfgang Heyder. Aus sicherheitstechnischen Gründen dürften maximal nur 5000 Zuschauer auf das Areal, welche zu wenig wären, wenn man wirklich einen Super-Promi nach Bamberg locken möchte. Durchaus vorstellbar wären allerdings Sommer-Open-Airs mit BAMBERGER KLEINKÜNSTLERN. Erstens hätten die dann auch mal eine feste Stätte und zweitens sind die mit einer Kulisse von 5000 Zuschauern bestimmt mehr als zufrieden.
  • Eine andere Möglichkeit wäre, die Flutlichter auf dem MAXPLATZ zu installieren. Der Vorteil hier wäre, dass man bei angeschalteten 120 000 Watt dermaßen geblendet würde, dass man das Herzstück der City  nur erahnen und sich attraktiv vorstellen kann.
  • Praktisch wären die Leuchtstoffrohre auch auf dem LANDESGARTENSCHAU-Gelände. Mit Sicherheit werden viele Gäste von auswärts wieder hilflos umher fahren und die Blumenausstellung suchen. Wenn man allerdings die Flutlichter auf dem Erbagelände gen Himmel richtet, sieht man sein Ziel bereits in Frankfurt oder München.
  • Hilfreich für Fremde ist bestimmt auch das Beleuchten von fehlenden BRÜCKEN. Und nachbestellen kann man die Dinger garantiert, falls sie nicht genügen sollten.
  • Oder man lässt sie einfach auf der Wiese im Volksparkstadion liegen und nutzt sie für andere SPORTVERANSTALTUNGEN, wie Hürdenlauf, Springreiten oder Bockspringen. Das Gute daran wäre: Man käme ohne Strom aus.

Nun denn, irgendetwas Sinnvolles wird den Verantwortlichen schon einfallen. Und falls ihnen doch kein Licht aufgeht, kann man die Flulichter immer noch bei ebay versteigern.

Wir hätten das ebay-Angebot schon mal vorbereitet.

Wir hätten das ebay-Angebot schon mal vorbereitet.


Neuer Namensgeber gesucht

Samstag, 9. Januar 2010

Als im Jahre 2000 in der Forchheimer Straße eine Multifunktionshalle für Sportevents, Konzerte und Messen eröffnet wurde, gab man ihr den Namen Forum. Vor vier Jahren hat sich ein zugkräftiger Werbepartner aus dem Bereich Sportbekleidung gefunden und das Forum wurde kurzerhand in JAKO-Arena umgetauft. Doch kaum hat man sich an diesen Namen gewöhnt, steigt der Sponsor aus. Bis Juni noch soll die Halle den Schriftzug des Geldgebers tragen. Und dann?
Ob sich vielleicht die Hochtief-Gesellschaft dazu hinreißen lässt, nachdem schon die Betreiberoptionen flach vielen? Mit dem Namen könnte sich auf jedenfall die Basketballmannschaft gut identifizieren.
Oder biedert sich eventuell die Bäckerei Gramms an, nachdem sie schon beim ehemaligen Volksparkstadion den Kürzen zog?
Vielleicht wäre ein ortsansässiger Sponsor tatsächlich die beste Lösung. Jemanden, mit dem die Hallenbesucher auch etwas anfangen können. Einer aus dem Volk. Einer von uns.
Wir hätten da schon mal folgende Vorschläge:

  • Metzgerei Kalbs Schlachtschüssel
  • Schlenkerlas Schweiß-Schwemm’
  • Nickles Bürstenkammer
  • Dr. Schellerers Krankenhölle
  • Seels Rundstück-Blech
  • Kochlöffels Fast-Foot-Forum
  • Kaspar Schulz’ Hexenkessel
  • Spezial-Spielplatz
  • Dr. Pfleger-Pfuhl
Auch dies wäre ein Vorschlag unsererseits.

Auch dies wäre ein Vorschlag unsererseits.


Umsaetzeinbruch im Weihnachtsgeschäft – Aktionspläne der IGX!

Montag, 21. Dezember 2009

Der heutige Montag wird häufig auch als Tag der Wintersonnenwende bezeichnet, da der 21. Dezember der kürzeste Tag im Jahr ist. Ab heute werden die Tage wieder länger und die Nächte kürzer. Dass dieses Verfahren hauptsächlich Nachteile hat, dürfte nicht nur jedem Fan der Bamberger Bierkeller einleuchten, wenn bereits um 17 Uhr sein Bier nicht mehr vor den Augen sieht. Bambergs Bierkeller haben zu dieser Jahreszeit aber ohnehin meist geschlossen. Deshalb sind die Hauptleidtragenden, zumindest laut Stadtmarketing, die Einzelhändler in der Bamberger Innenstadt, die auch in diesem Jahr wieder Umsatzeinbrüche in Milliardenhöhe zu verzeichnen haben. In diesem Jahr – dank der Wirtschaftskrise – natürlich besonders drastisch. Man möchte nun eine Interessensgemeinschaft X-Mas (kurz: IGX) gründen, die dann Veränderungen herbeiführungen soll. Momentan berät man über folgende Vorschläge:

  • Aktion “Flutlicht für Bamberg”: Was an der Löwenbrücke erfolgreich begonnen wurde und in der kommenden Zeit je nach Saisonverlauf im Volksparkstadion fortgesetzt werden dürfte, sollte auch in Bambergs Innenstadt funktionieren. Es wäre demnach Wunsch der Unternehmer, das Insel- sowie das Sandgebiet zwischen 7 und 23 Uhr komplett auszuleuchten. Die Strom- und Installationskosten sollten möglichst die Hausbesitzer und Bewohner der Innenstadt übernehmen, da sich diese dann ja auch die Raumbeleuchtung in ihrer Wohnung sparen.
  • Aktion “Weihnachtsgeschäft ab Mai”: Jeder kennt das Gefühl, wenn es mit den Weihnachtseinkäufen kurz vor Ladenschluss am 24. Dezember wieder knapp wird. Warum also nicht schon rechtzeitig mit dem Geschäft für die heilige Nacht beginnen? Zur Diskussion steht ein Verkaufsstart ab Mai. Und um auf die Bierkeller zurückzukommen: Mit diesen steht man bereits in Verhandlung. Es geht um die Ausrichtung von Weihnachtsmärkten in der Sommerferienzeit.
  • Aktion “Gerechtes Umfeld für alle”: Während wir hier in Deutschland mit größten Problemen aller Art zu kämpfen haben, lehnt man sich auf der Südhalbkugel entspannt zurück. Weihnachtseinkauf im Hochsommer, lange hell, nicht nur an langen Donnerstagen, u.s.w. Deshalb denke man über verschiedene Möglichkeiten nach, in Bamberg eben solche Rahmenbedingungen zu schaffen. Ob man per Brief an den Vatikan eine Verlegung von Weihnachten fordern möchte oder einen Antrag an das Stadtoberhaupt stelle, Bamberg an einen anderen Ort zu verlegen, sei noch offen.

Bambergs Stadtwerke wollen nur das Beste!

Montag, 7. Dezember 2009

Ob die Stadtwerke Bamberg nur das Beste der Bewohner der Domstadt wollen, darüber ließ sich in den letzten Monaten vortrefflich streiten: Preiserhöhungen bei Strom und Gas, Schließung des Hainbads, Ausbeutung der Stadt beim Flutlichtkonzept für das Volksparkstadion. Doch nun scheinen die Stadtwerke einen Schritt in Richtung Bürgerschaft zu gehen: Man bietet Beteiligungen an einer neugebauten Solaranlage auf dem Dach des Stadtwerkelagers am Margaretendamm an. Eine tolle Geschichte, immerhin wird für die kommenden Jahre ein Zinsatz von 4,15 % garantiert.

“Nachdem die kostengünstigere Wasserkraftanlage auf Höhe des Hainbads und dessen Schließung trotz aller Versuche an der bekannt guten Wasserqualität scheiterten, wurde nun spontan eine Photovoltaikanlage installiert”, heißt es von Stadtwerken. Der erworbene Zinsgewinn wird auf der jeweiligen Stromabrechnung zum Jahresende gutgeschrieben.

Gleichzeitig veröffentlichten die Stadtwerke die Tariftabellen für das kommende Jahr. Bei Strom und Gas mussten die Preise aufgrund der Situation am Energiemarkt um 8% angehoben werden.

Das Konzept der Stadtwerke findet bereits jetzt Nachahmer:
Die Gemeinde Hallstadt hat bereits Pläne in Auftrag gegeben, das Rathaus zu einer Biogasanlage umbauen zu lassen. Es wird momentan geprüft, ob aus den dort gezüchteten Kulturen Energie gewonnen werden kann.
Die Stadt Bamberg geht mit ihren Ideen in eine andere Richtung: Hier möchte man Anteile an der Kettenbrücke verkaufen und verspricht hierfür rund 25% Rendite ab Fertigstellung und Befahrbarkeit des Bauwerks. Das wäre auch das einzige, klitzekleine Risiko des Geschäfts, so die Stadt.


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