Die Stadt Bamberg ist pleite. Damit haben sich inzwischen auch die letzten Zweifler abgefunden. Jüngster Beweis ist der Wilhelmsplatz, dessen Umbau seit Januar still steht. Während die Pressestelle zunächst das Wetter als Grund für den Baustop angab, kristallisierte sich in den letzten Tagen heraus, dass der Stadt definitiv das Geld für weitere Maßnahmen am Wilhelmsplatz ausgegangen ist. Für einen ersten Schritt fehlen mindestens 300.000 Euro in der Stadtkasse. Müssen sich nun Bambergs Bürger an ein rot-weißes Tor zur Innenstadt gewöhnen?
Am gestrigen Tag kam Bewegung in die Diskussion. Der stadtbekannte Investor, die Klappan GmbH, äußerte sich interessiert an einer eigenen, finanziellen Beteiligung am Wilhelmsplatz. Nach Angaben des Unternehmens wäre man bereit, die fehlenden Gelder zur Verfügung zu stellen. Lediglich über die Refinanzierung müsse noch diskutiert werden. Aber auch hier liegen bereits ausgearbeitete Vorschläge vor. So sollen aus Tiefgaragen und Parkhäusern bekannte Schranken an den Ein- und Ausfahrten des Kreisverkehrs angebracht werden, an denen die Autofahrer je nach Nutzung des Kreisels bezahlen sollen. Bekanntlich werden drei Zufahrten gebaut, so dass für eine Drittelumrundung 1 Euro, für eine Zweidrittelumrundung 2 Euro und für ein komplettes Umfahren des Kreisverkehrs 3 Euro an Kosten für den Nutzer fällig werden sollen.
Auch die Stadt ginge dem Konzept nach nicht leer aus: Sie würde mit 5% an den Einnahmen beteiligt werden. Außerdem würden sämtliche Stadtratsmitglieder Ausweise zur kostenlosen Nutzung erhalten. Der Stadtrat möchte nun in seiner nächsten Sitzung entscheiden.
Bei sonnigem Wetter findet der große Antiquitäten- und Trödelmarkt im Welterbe Bamberg statt. Die Verantwortlichen möchten darauf hinweisen, dass die historischen Gebäude, wie Altes Rathaus, Dom etc., nicht zum Verkauf angeboten werden. Die einzige Immobilie, welche für Verhandlungen zur Verfügung stünde, ist das Bamberger Hallenbad am Margaretendamm.
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